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Pflanzenheilkunde
- Phytotherapie
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Der Volksmund
sagt: Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen. Daher sollen auf
dieser Seite die alten Erfahrungen und die neuen Ergänzungen
abgehandelt werden
Kretische Heil-Pflanzen >>>
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Liebstöckel
- Levisticum officinalis
Liebstöckel (Levisticum
officinalis) oder auch Luststecken , Maggikraut, Gichtstöck gehört
zu den Doldengewächsen und stammt aus Südeuropa. Die Pflanze
kann bis zu 2 m groß werden. Aus der Grundachse entspringt ein kahler
Stengel der im oberen Bereich verästelt ist. Die unteren Blätter
sind langgestielt und haben am Stielgrund eine breite Scheide. Die Blüten
am Ende des Stengels sind gelbe Dolden.
Anwendung u. Heilwirkung: Die Blätter werden gern als Gewürz
verwandt. Die im Herbst gesammelten Wurzelstöcke werden halbiert
und getrocknet und als Magentee gern angewandt. Die wichtigen Inhaltsstoffe
sind ätherische Öle, so wird Liebstöckel auch in harntreibenden
Teemischungen eingesetzt.
In der Homöopathie wird die D3 bei Appetitlosigkeit, Blähungen
und Magenschmerzen genommen.
In einem alten Kräuterbuch steht: Macht ainen guten Magen und vertreibet
die Winde.
Conrad Kasten
(Die Adresse von Herrn
Kasten finden Sie unter Redaktion )
Efeu - Hedera helix - die Pflanze des Jahreas 2010
Neben ihrem Einsatz als Gewächs für Gärten, Balkons,
Parks und Friedhöfe ist Efeu auch schon seit langer Zeit als Heil-
oder Arzneipflanze bekannt.
Sie enthält sog. Saponine.
Durch seine Inhaltsstoffe hat Efeu eine besonders gute Wirkung bei sämtlichen
Erkrankungen, die mit den Atemwegen korrelieren, z.B. Husten, Keuchhusten,
chronischen Atemwegsentzündungen und spastischer Bronchitis.
Die Wirkstoffe werden aus den Blättern gewonnen.
Auch in der Homöopathie wird Efeu eingesetzt. Man verwendet dafür
die frischen Triebe, die noch nicht verholzt sind.
Einen ausführlichen Bericht zum Thema Efeu findet man in den Zahnärztlichen
MItteilungen Nr. 2a vom 16.1.2010 (Autor Kay Lutze, kaylutze@ish.de)
Zitronenmelisse
gegen Lippen-Herpes - eine in-vitro-Studie
Heidelberger Wissenschaftler
wurden mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2008 ausgezeichnet. Sie prüften
die therapeutische Wirkung von Heilpflanzen, die in historischen Berichten
angegeben waren. Sie fanden heraus, dass Extrakte von Heilpflanzen effektiv
in Zellkulturen die Infektion mit verschiedenen Bakterien, Viren und Hefepilzen
eindämmen können.
Bei den Arbeiten mit der Zitronenmelisse fand man heraus, dass das Öl
in vitro die Infektion einer Zellkultur mit Herpes Viren um 97 Prozent
reduziert, indeme s die Viren vor dem Befall der Zellen blockiert.
Pflanzliche
Kombinationspräparate im Aufwind
Auch wenn viele eingefleischte
Schulmediziner es ablehnen oder sich darüber lustig machen: Immer
mehr Deutsche versuchen ihre Wehwehchen mit nebenwirkungsfreien Pflanzenheilmitteln
zu kurieren. Prof. Wagner der Uni München gibt an, dass sich die
Wirkung der Mittel verbessert, wenn man verschiedene Pflanzenwirkstoffe
miteinander kombiniert und nicht nur ein Einzelmittel nimmt. Bei solchen
Mitteln spricht man von einer synergistischen Wirkung.
Es wäre interessant, eine ähnliche Untersuchung in der Homöopathie
zu veranstalten.
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Johanniskraut
- das Mittel gegen Depressionen
Nach Untersuchungen
im Institut für physiologische Chemie der Universität
Bonn hat Johanniskraut eine ähnliche Wirkung wie die synthetischen,
chemischen Antidepressiva, aber die Nebenwirkungen sind wesentlich
besser. Es sind die Stoffe Hyperforin und Hyperosid, die diese Wirkung
hervorrufen.
Der einzige Nachteil von Johanniskraut: Bei längerer und höherer
Einnahme ist die Exposition in die Sonne zu vermeiden, da Johanniskraut
eine Photodermatitis hervorrufen kann.
Weissdorn
ist gut für das Herz
Der Weissdorn
(Crataegus) erfreut das Auge im Mai und Juni mit hübschen Blüten;
von den Blättern profitiert das Herz.
Wie eine Übersichtsstudie des Cochrane-Instituts belegt, steigert
Weissdorn-Extrakt die Kraft des Herzmuskels und eignet sich nach
Absprache mit dem Arzt
als Zusatztherapie bei Herzschwäche. Wie gesagt, es eignet
sich als Zusatz-Therapie, man sollte also andere Therapien nicht
vernachlässigen
Phytotherapie
(Pflanzenheilkunde)
Die
Heilung mit Pflanzen ist wohl so alt wie die Menschheit. Schon immer
gab es Naturheiler, Hellsichtige und Kräuterweiblein. die mit
den Pflanzen umzugehen vermochten und die die Wirkung der Pflanzen
auf den Menschen regelrecht erspüren konnten. Oft wurde dieses
Wissen von Generation zu Generation weitergegeben.
Man sollte es nicht völlig vergessen.
Heute findet
sogar die Naturwissenschaft und die Biologische Chemie mit ihren
analytischen Methoden oft den "Beweis" für die Wirksamkeit.
Auch Pflanzen
sind Medikamente. Daher sollten sie nicht immer bedenkenlos genommen
werden. Das gilt auch für Tees.
Wer magenkrank ist, sollte nicht immer Pfefferminz-Tee trinken -
das verträgt sich nicht.
Besonders für Tees gilt: Wechseln Sie öfter mal den Tee
- nichts ist für den Körper unerträglicher als immer
das gleiche zu trinken.
Neben Kamille, Hagebutte und Fenchel gibt es noch viele andere Sorten.
Schauen Sie sich mal um.
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| Das Archiv enthält
nur die Einträge ab dem Jahr 2009. Sämtliche Einträge
der früheren Jahre 2000 - 2008 wurden nicht übernommen.
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