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In einer Praxis, in der das Hauptaugenmerk auf die Testung mit dem
Vegatestgerät und das Ermitteln von Störfeldern im Zahn-Kiefer-Gebiet
gerichtet ist, erhebt sich manchesmal die Frage nach dem Sinn und
vor allem der Notwendigkeit von einigen zahnärztlichen Massnahmen.
Noch immer hört man von vielen Patienten: Mein Zahnarzt ist
bestrebt, möglichst jeden Zahn zu erhalten. Das ist im Grund
eine lobenswerte Einstellung.
Aber aus biologisch-ganzheitlicher Sicht muss man häufig die
Gegenfrage stellen: Meinen Sie auch um den Preis von Schmerzen und
von Störfeld-Belastungen anderer Organe oder Körperbereiche?
Was ist eine
Wurzelspitzenresektion und warum wird in der Regel eine Wurzelspitzenresektion
durchgeführt?
Meistens geht der Wurzelspitzenresektion eine Wurzelbehandlung (Volksmund:
Nerv-Behandlung) voraus. Nicht immer ist es möglich, sämtliches
Zahnpulpa-Gewebe aus dem Zahn zu entfernen, da die Kanäle zu
eng sind oder im Lauf der Jahre verkalkt sind. So verbleibt noch
Restgewebe im Zahn, das sich entzünden und Schmerzen verursachen
kann.
Da eine direkte Beeinflussung durch die Wurzelkanäle nicht
möglich ist, versucht man durch einen chirurgischen Eingriff
die Spitze der Zahnwurzel zu entfernen, in der Hoffnung, dass durch
die Eliminierung des entzündeten Bereichs auch die Schmerzen
verschwinden.
Der zweite Hauptgrund ist eine Zyste, die sich an der Wurzelspitze
gebildet hat (Fachwort: Radikuläre Zyste).
Das ist gut gedacht, aber es werden bei dieser Behandlung leider
eine Reihe von möglichen Problemen vernachlässigt oder
übersehen.
Problem Nr.
1: Die Zähne haben eine bis mehrere Wurzeln. Eine Wurzelbehandlung
an einem Frontzahn mit in der Regel einem Wurzelkanal, besonders
wenn der Patient noch jünger ist, ist unter gewissen Beweggründen
(wenn die Nachbarzähne noch intakt sind und eine Extraktion
zu einer Brücke und damit zum Abschleifen von gesunden Zähnen
führen würde) akzeptabel, selbst wenn der Zahn dann nur
noch durch eine Wurzelspitzenresektion zu retten ist, weil sich
beispielsweise eine Zyste an der Wurzelspitze gebildet hat. Bei
den Prämolaren mit ein bis maximal zwei Wurzeln und Molaren
mit bis zu fünf Wurzeln wird es schon schwieriger.
Im Oberkiefer besteht die Gefahr, dass bei einer entsprechenden
Operation an den Wurzeln eines Molaren die Kieferhöhle verletzt
wird. Sind in der Anamnese ohnehin rezidivierende Sinusitiden, besonders
des Sinus maxillaris, zu verzeichnen, sollte man davon Abstand nehmen.
Im Unterkiefer muss bei einer Wurzelspitzenresektion ausserordentlich
viel Knochen "durchbohrt" werden, um an die Wurzelspitzen
zu gelangen. Im Bereich der unteren Prämolaren besteht zudem
die Verletzungsgefahr der Austrittsstelle des Nervus mentalis, der
als äußerste Fortsetzung des unteren Astes des Nervus
trigeminus die Unterlippe und das Kinn sensibel versorgt. Bei einer
Verletzung sind diese Bereiche dann taub oder es bleiben Sensibiltätsstörungen
(Parästhesien)
Problem Nr. 2: Häufig wird versucht, eine schlechte Wurzelfüllung,
die nicht einmal bis in die Nähe der Wurzelspitze reicht, durch
eine Wurzelspitzenresektion zu retten. Die Spitze wird oben abgetrennt
und dann die Kanalöffnung durch Füllmaterial (Fachwort:
Retrograde Füllung) während der Operation verschlossen.
Dabei bleibt dann das restlche zerfallene Zahngewebe im Zahn drin
- eine regelrechte Kloake mit Deckel (das räumen auch viele
Kieferchirurgen ein).
Problem Nr.
3: Immunsystem. Bei Patienten mit chronischen Erkrankungen, Autoimmunerkankungen
oder Erkrankungen des rheumatisch-arthritischen-arthrotischen Formenkreises
sowie Patienten nach Tumor-Operationen sollte man mit Rücksicht
auf den Allgemeinzustand auf derartige belastende Operationen verzichten,
wobei besonders die Resonanzketten (s. nächster Punkt) eine
zusätzliche Rolle spielen.
Problem Nr.
4: Resonanzketten
Die resonanzkettenmässigen Beziehungen zwischen Zähnen
und Organen sind bekannt, bzw man weiss, dass Zähne Auswirkungen
auf andere Organe haben können. Man nennt es auch energetische
Wechselwirkungen.
Diese Beziehungen sind aber keine Einbahnstraßen, in dem Sinn,
dass nur die Zähne auf andere Organe wirken, sondern dieser
Energiefluss geschieht auch andersherum.
Und so kommt es nach meinen Erfahrungen immer wieder oder sogar
ziemlich oft vor, dass nach einer Wurzelspitzenresektion keine Ruhe
in das Operationsgebiet einzieht.
Problem Nr.
5 : Amalgam
Hierbei kann man hoffen, daß dies kein Problem der Zukunft
mehr sein wird: Die retrograde Amalgam-Füllung. So wurde es
früher gelehrt. Auch der Autor dieser Zeilen war einmal wissenschaftsgläubig.
Motto: Auf den Universitäten wissen die schon, was gut und
richtig ist. Im Zuge der eigenen Berufslaufbahn merkt man aber bei
kritischer Hinterfragung die Relativität dieser frühen
Gläubigkeit.
Man muss sich das einmal vorstellen: Herausgebohrtes Amalgam (Quecksilber)
darf nicht ins Grundwasser abgeleitet werden, die Zahnärzte
müssen ein Abscheidegerät installieren. Amalgam ist daher
aus biologischer Sicht unakzeptabel - das Thema ist aber nunmehr
soweit und so oft durchgekaut, dass sich ein weiteres Eingehen darauf
als müssig erscheint.
Damit ist leider
die Wurzelspitzenresektions-Problematik noch nicht zuende. Es geht
noch weiter, denn ein Grossteil der Zähne im Seitenzahngebiet
mit einer Wurzelspitzenresektion muß danach extrahiert werden,
da die Patienten Beschwerden an diesen Zähnen haben. Die Gründe
wurde gerade erwähnt.
Eine Wurzelspitzenresektion
ist daher vielfach die aufwendigste, teuerste und schmerzhafteste
Vorbereitung zur Extraktion eines Zahnes.
Und jetzt kommen
die nächsten Probleme: Da in diesem Kieferknochengebiet bereits
soviel herummanipuliert wurde (das Wort manipulieren soll nicht
negativ verstanden werden, sondern besagt nur, dass hier Hand angelegt
wurde), ist die Heilung erschwert. Sie ist entweder mit Schmerzen
verbunden, es kann sich eine trockene Alveole bilden oder die Wunde
heilt zwar zu, es bleibt aber im Kiefer eine chronisch-bakterielle
Kieferostitis (Restostitis). Es können also erneut Beschwerden
auftreten.
Summa summarum für den Patienten eine längere Leidensgeschichte,
die öfter vorkommt, als man vermutet, wie aus den Anamnesen
meiner Praxis zu entnehmen ist.
Gerade bei derartigen Extraktionen ist die Begleittherapie zur Unterstützung
der Heilung sehr wichtig wenn nicht gar unerläßlich.
Gerade im hinteren Bereich des Unterkiefers kommt es häufig
zu Komplikationen.
In meiner Praxis hat sich daher (um ein Beispiel anzuführen)
folgende Begleittherapie bewährt:
· Aqua silicata F komplex Tropfen Nestmann (enthält
u.a. Arnica D 4, Symphytum D 2, Hypericum D 2, Hepar sulfuris D
8, Echinacea angustifolia D 3, Secale cornutum D 4). Dieses Mittel
erscheint deswegen geeignet, da Arnica und Echinacea nicht als Urtinktur
enthalten sind und zudem auf blutstillende Zusätze wie Hamamelis
und Millefolium verzichtet wurde, denn es ist ja die Absicht, die
Wunde vollbluten zu lassen, damit sich ein Wundpfropf bildet, der
später durch Knochen ersetzt wird
· Schüssler-Salze wie Biochemie Nestmann Nr. 2
Calcium phosphoricum D 12 zur Unterstützung der Calcifizierung
· Organpräparate für den Kiefer der Firmen Wala
und Heel
· Organpräparate der Firmen Wala und Heel gem. den Resonanzketten,
um die heilungsstörende Wirkung mit dem Zahngebiet korrelierender
Organe zu minimieren bzw zu kompensieren.
· Wenn möglich, wird die Heilung durch die Mora-Therapie
(Basis-Therapie und lokale Therapie mit Magnet-Sonde / Lymphdrainage)
und die lokale Moracolor-Therapie (Farbe Blau) unterstützt.
Gerade mit der Farb-Therapie haben wir gute Erfahrungen gesammelt,
daher hier ein Anliegen an die Firma MedTronik: Es wäre ideal
das Moracolor wieder als Einzelgerät neu aufzulegen.
· Für diejenigen Patienten, die offen für solche
Hinweise sind: Auch die Biorhythmik und die Rhythmen des Mondes
spielen für den Operationserfolg eine gewisse Rolle.
Sicherlich hat
jeder Therapeut seine eigenen Mittel, aber dies soll nur als Hinweis
dienen.
Unter diesen Aspekten erhebt sich in der Tat die Frage, ob man bei
einer geplanten Wurzelspitzenresektion etwas kritischer an diese
Probleme herangehen sollte.
Denn es wird ja nicht an isolierten Bestandteilen des Kopfes gearbeitet,
sondern immer an einen Teil des gesamten Menschen.
Literatur
Volkmer, D.
Schmerz-Therapie und Biologische Zahn-Heilkunde, CoMed-Verlag
Volkmer, D. Homöopathie - die sanfte (Zahn)Heilkunde, CoMed-Verlag
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