Was können wir eigentlich noch essen ?  

Die Menschen in unserem Land haben lange die Augen und Ohren verschlossen. Bei uns nicht, so dachte man. In England oder in Belgien ist alles anders.
Jetzt hat uns die Wirklichkeit eingeholt. Mit Macht. Und so stellt sich beim Einkauf immer öfter die Frage: Was sollen wir oder besser, was können wir eigentlich noch essen, ohne befürchten zu müssen, dass wir unsere Gesundheit aufs Spiel setzen.
Augenscheinlich muss uns erst eine Krankheit namens Rinder-Wahsinn unser fast wahnsinniges Verhalten vor Augen führen. Denn eigentlich müsste die Krankheit Menschenwahnsinn heissen - denn das ist es. Wer Vorstellungen aus der Fliessband-Produktion und vom Förderband auf Lebendiges überträgt, auf die Tierzucht nämlich, erfüllt eigentlich den Zustand von Wahnsinnig.

Blickt man sich um, so ist unter dem Aspekt der Gewinnmaximierung oder der Sicherheit fast alles manipuliert.
Einst schütteten die Landwirte und Gärtner mit Unbedarftheit DDT und Metasystox, um nur einige zu nennen, auf Blätter, Blüten, Felder und Bäume.
Der nächste Schritt war die Massentierhaltung (hier spezifisch für Deutschland): Nach den fleischarmen Jahren der Kriegs- und Nachkriegszeit wollte jeder mehr Fleisch, vom Schwein, vom Federvieh und vom Rind. Um diesen Bedarf zu decken, ging man zur Fliessbandproduktion über. Die Hühner waren die ersten, die eingepfercht und auf kleinsten Raum mit anderen Tiergenossen eingesperrt ein freudloses Hühnerdasein führten. Prof. Grzimek hat es treffend Hühner-KZs genannt. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass die Prdukte von kranken, vom Profit- und Psychoterror gebeutelten Hennen nicht gesundheitsförderlich sein können und das Fleisch von den Hähnchen ebenfalls nicht.
Die Perversion ist unerträglich: Ein Hühnchen kostet bald weniger als eine Tageszeitung vom Samstag!
In belgischen Hühnern tauchte plötzlich Dioxin auf. Bei anderem Geflügel war das Futter mit Altöl verlängert. Welch eine Kombination: Derartiges mit glykolverpanschtem Wein! Aber den letzteren soll es ja schon lange nicht mehr geben.
Später rollte die Steakwelle übers Land. Also wurden mehr Rinder produziert - wie industriell sich das anhört.
Und jetzt stehen wir vor den Folgen und die Politiker lamentieren, jetzt, wo es schon fast zu spät ist. In England wurde sogar ein kritischer Forscher bei der Arbeit behindert.

Was also kann man noch kaufen und essen?
Obst und Gemüse am besten vom Bio-Bauern oder aus Demeter-Betrieben, auch wenn es ein wenig teurer ist.
Werfen Sie all Ihre Tütensuppen, Dosenkost, Fertiggerichte in die Mülltonne, wenn Geschmacksverstärker darin enthalten sind. Schon vor 18 Jahren habe ich bei Kindern häufig eine Unverträglichkeit gegenüber Natriumglutamat festgestellt. Keiner wollte es glauben. Später sprach man in den USA von der China-Restaurant-Krankheit. Warum? Weil dort in die vor sich hingarende Kost Glutamat in Massen hineingeworfen wird. Damit es besser schmeckt. Das kann u.U.allergische Reaktionen auslösen. Inzwischen kursieren Vermutungen, dass Glutamat beim Alzheimer beteiligt ist (s. unter Medizin).
Beim Geflügel sollte man ähnliches Misstrauen an den Tag legen. Zuchtlachs kann man ebenfalls auf die Abhakliste setzen. Diese Fische werden in engsten Becken gezüchtet, erhalten miserabelste Kost und dazu noch Farbzusätze, die den Tieren ein schönes (Lachs)Rosa verleihen.
Hammel, Schaf und Lamm sind ebenfalls ins Gerede gekommen.
Über Rindfleisch ist genug geschrieben worden.
In der Wurst und in Würstchen befindet sich ein Sammelsurium übelster Bestandteile, von Augen über Rückenmark bis zu pulverisierten Hufen.

Die H-Milch hat mit Milch überhaupt nichts mehr gemein bis auf die Farbe.
Die meisten Fruchtsäfte enthalten Konservierungsmittel.

Fazit: Am besten bleibt man bei einer ausgewogenen Mittelmeerkost mit Nudeln, Gemüse,wenig oder kaum Fleisch und dazu Salat. Dazu ein kaltgepresstes gutes Olivenöl.
Was das Brot anbetrifft, so gibt es genügend Vollkornbäcker, die Mehl aus ökölogischem Anbau verarbeiten, ohne die Unmenge von Backzutaten, die viele Bäcker einfach in den Teig hineinschütten, ohne zu wissen, was das eigentlich ist.
Die Zeitschrift "Stern" dazu einmal auf der Titelseite: "Unser kläglich Brot gib uns heute".

Es ist Zeit, sich vom ungehemmten Konsum von Fleischprodukten zu verabschieden. Niemand wird gezwungen, Fleisch zu essen. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft. Wenn sich andere, nämlich biologische Aufziehmethoden (wieder) lohnen, dann werden sich auch genügend Züchter finden.
Das gleiche gilt im Grunde für alle Produkte.
Weiterhin gilt: Auf das Etikett schauen (falls kein Etikettenschwindel vorliegt). Die guten Produkte ins Körbchen, die anderen stehen lassen. Nur so kann sich etwas ändern. Zum Glück hat sich die Anzahl von Bio-Produkten und auch der Supermärkte mit diesen Produkten stark erhöht, so dass inzwischen die deutschen Landwirte fast nicht mehr mit den Lieferungen nachkommen können.
Auf dass man wieder vertrauensvoll essen und trinken kann.

 

Selbstmord mit Messer und Gabel
Eine Bestandsaufnahme unserer Ernährung


Erschienen: 1. Auflage 1980 im Selbstverlag, 2. Auflage 1985 im Selbstverlag; 3. überarbeitete Auflage 1994, 
Energetik-Verlag, Sulzbach, Preis: ca 7 EUR, jetzt herabgesetzt
ISBN 3-925806-30-X
Lieferbar über jede Buchhandlung (es dauert aber immer etwas) oder direkt bei :
Esogetics, Hildastr. 8, 76646 Bruchsal, Tel 07251-800135, Fax 800155
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