Viele
der Beiträge sind oft nur aus dem zeitlichen Kontext heraus
verständlich.
Juli
2010
Spätpubertäre
Physiker-Anwandlungen
Als
normal und praktisch denkender Mensch ist es manchmal erlaubt,
nach dem Sinn von Forschungen zu fragen.
Geht es um einfache Beschäftigungstherapie? Oder geht es
darum, Forschungsgelder zu verpulvern, die sonst nicht oder nicht
mehr gewährt werden würden? Oder muss man beweisen,
dass man noch da ist und eine angeblich sinnvolle Tätigkeit
ausübt?
Diese Frage stellte sich auch mir - und nicht nur mir - nach dem
Sinn des gewaltigen unterirdischen Rings von 27 Kilometer Länge,
der in Genf als LHC (Large Hadron Collider) gefeiert wird.
Beginnen wir einmal ganz prosaisch - obwohl es manchem Leser als
Vergleich nicht gefallen wird:
Pubertierende Jugendliche haben auch so manche Illusionen. Meistens
geht es um Geschwindigkeit. Wenn sie dann im Führerscheinalter
sind, toben sie sich in der Geschwindigkeit von Autos aus. Die
Vielzahl verunglückter Jugendlicher, z.B. nach Disco-Besuchen,
wenn man ohnehin so richtig aufgeheizt ist, spricht eine deutliche
Sprache.
Das Problem bei diesen Dingen ist: Man identifiziert sich mit
dem Auto, seinen PS und seiner Geschwindigkeit, merkt aber nicht,
dass man selbst eventuell ein Lahmer ist.
Kann es sein, dass ähnliche Gedankenmuster in den Gehirnen
der Teilchenphysiker am CERN in Genf herumspuken?
Denn was tun die da eigentlich?
Sie schiessen mit bis dato unerreichter Energie Protonen in diesem
Ring aufeinander und freuen sich, wenn die sich treffen und bei
diesem Aufprall eine Unmenge neuer, kleiner Partikel entstehen.
Dann faseln sie herum von einer Simulation des Urknalls im Labor!
Welch eine Vermessenheit! Welch eine Hybris!
Fast erinnert dies an die biblische Geschichte vom Turmbau zu
Babel, als die Menschen versuchten, mit materiellen Mitteln sich
Gott zu nähern.
Als könnten Menschen dieses einmalige, rätselhafte,
ungeklärte, geheimnisvolle Ereignis der Schöpfung dieses
Universums, das unter anderen auch uns Menschen hervorgebracht
hat, simulieren.
Sie suchen bei ihren Schiess-Übungen nach einem geheimnisumwitterten
Teilchen, dem Higgs-Teilchen, das der gängigen Theorie zufolge
den Elementarteilchen ihre Masse verleiht.
Meistens endet dieses Suchen wie das Hornberger Schiessen.
Hat man etwas gefunden ergeben sich neue Fragen und man muss noch
stärkere und grössere Versuchsanordnungen bauen, die
der Steuerzahler mit seinen Geldern finanzieren muss.
Nein, gebt diesen Jungs mit ihren verrückten Plänen
keinen Euro mehr.
Sie erzeugen nur Zerstörung - aber sie nennen es Analyse.
Sie jubeln wie kleine Kinder, wenn sie ins Schwarze getroffen
haben.
Geschwindigkeitsrausch und Zerstörung.
Womit wir wieder am Anfang wären.
Mai
/ Juni 2010
Der
griechische Patient
In
vielen Entwicklungsländern streben die Absolventen von Schulen,
Hochschulen und Universitäten so schnell wie möglich
in die Alimentation durch den Staat.
So lässt es sich gemütlich aushalten und die ein normales
Verwaltungsleben und den Bürger lähmende behindernde
Bürokratie weitet sich extrem aus.
Ist man erst einmal auf diese Art und Weise abgesichert - lebenslang
wie man glaubt - erlischt in den meisten Fällen auch die
positive Kreativität und macht einer Bequemlichkeit Platz.
Eine weitere negative Auswirkung hat zusätzlich die fatale
Ausübung pseudostaatlicher Macht, indem man von denjenigen,
für die man eigentlich als Staats-"Diener" da sein
sollte, Sach-, Geld- oder auch sonstige Leistungen als Spende,
die da Bestechung heisst, verlangt.
So wird einer Korruption durch Staatsdiener Tür und Tor geöffnet.
Und weil es alle machen, schaut keiner richtig hin oder will nicht
hinsehen.
Diese Schattenwirtschaft erreicht in manchen Ländern ungeheure
Ausmasse.
So auch in Griechenland.
Abgesehen von einigen griechischen Worten, die der eine oder andere
Urlauber mit nach Hause bringt, hat in Deutschland das Wort "fakelaki"
die Runde gemacht.
Diese Verniedlichungsform - die Appendix "aki" ist stets
eine Verkleinerungsform - bedeutet "kleines Kuvert"
oder "kleiner Umschlag", den man dezent über oder
unter dem Tisch dem Gegenüber zuschieben muss, um irgendeine
Leistung zu erhalten.
Man las, dass in Griechenland im Durchschnitt jeder Grieche im
Jahr rund 1400 Euro auf diese Art und Weise weitergibt.
Um die Führerscheinprüfung zu bestehen, um einen Arzttermin
zu ergattern, um eine Bescheinigung zu bekommen usw usw.
Nun scheint diese lang währende Unart der Griechen etwas
ins Gerede gekommen zu sein. Denn Griechenland hat sich durch
diese Misswirtschaft quasi in den Konkurs gewirtschaftet.
Was machen die meisten Menschen in einem solchen Zustand?
Sie suchen die Schuld bei anderen.
Deutschland ist zur Zeit einer der oft erwähnten Buhmänner
in Griechenland, und das nur, weil die Bundeskanzlerin zögert,
das sauer verdiente Geld der Bundesbürger in ein Fass ohne
Boden zu werfen.
So wies Prof. Sinn jetzt darauf hin, dass man dieses Geld - das
je eine Art Kredit sein soll - wohl nie wieder sehen würde.
Wenn man sich die Milliarden-Zahlen vor Augen hält, dann
dürfte jedem klar sein, dass diese Schulden niemals zurückzuzahlen
sind.
Ist denn der EU-Verfassung ein staatlicher Offenbarungseid vorgesehen?
Und was passiert mit all den Kreditgebern, die das Geld abschreiben
können.
Das Paradoxe in dieser Situation ist, dass andere Länder
wie Spanien, Portugal (selbst als unsicherer Kantonist eingestuft),
Irland und Italien auch bei einem Kredit an Griechenland mitmachen
müssen, obwohl ihnen auch das Wasser bis zum Hals steht.
So mancher Warner hatte recht: Hätten wir unsere Deutsche
Mark noch, hätten wir einige Probleme weniger.
Das Umtauschen an griechischen Flughäfen in Drachmen wäre
eines der geringsten Probleme.
April
2010
Frisst
uns Brüssel-Europa auf?
Einmal
sprach der ehemalige Currywurst-Liebhaber aus seinem und aus unserem
Herzen, als er sagte: "Die in Brüssel verbraten unser
Geld."
Diese wohl ehrliche Meinung musste er wohl aus Gründen der
Räson wieder zurücknehmen oder zumindest dämpfen.
Wenn man jetzt neue Zahlen liest und bedenkt, wie sorglos man
in Brüssel mit dem sauer verdienten Geld der Steuerzahler
umgeht und wenn man weiter bedenkt, dass in Brüssel nicht
gerade eben die fähigsten Köpfe sitzen (in Strassburg
scheint es ebenso zu sein), dann fragt man sich in der Tat: Müssen
die so viel Geld verdienen und sich gegen alles Mögliche
absichern?
Muss Zweit- und Drittklassigkeit so hoch honoriert werden?
Oder ist es gar - das wäre fatal - so etwas wie eine Abschiebe-Belohung,
damit die im eigenen Land nicht noch mehr Unsinn durch Unfähigkeit
machen?
Der Deutsche (wahrscheinlich nicht nur die Deutschen) hat ohnehin
eine distanzierte Meinung zu dieser aufgeblähten Bürokratie.
Bedenkt man weiter, dass die neu eingerichtete Aussenbehörde,
die aber den Titel EU-Aussenministerium nicht tragen soll oder
darf, wieder mit einer Unzahl von Bürokraten bestückt
wird, dann muss man sich weiterhin fragen: "Haben die alle
etwas zu tun oder halten die sich wieder verkrampft am Schreibtisch
fest, um den Feierabend nicht verpassen.
In der "Welt" vom 29.3.10 schreibt Cr. B. Schiltz über
die Perversitäten der 45.000 (!!!) EU-Beamten bzw besser
gesagt über fast perverse Regelungen. So besteht eine Reisekosten-Pauschale
für 45 Millionen EUR. Die Ämtler bekommen für eine
Reise ins Heimatland bis zu sechs Tage Sonderurlaub und eine pauschale
Kostenerstattung für die ganze Familie, auch wenn sie die
Reise gar nicht antreten. Jedes Kind von Brüssseler EU-Beamten,
das ausserhalb von Belgien an einer normalen Hochschule studiert,
jeden Monat knapp 500 Euro vom europäischen Steuerzahler
bis zum 26. Lebensjahr. Kosten pro Monat mehr als 1.5 Millionen
Eur.
Was soll der Einzelne dagegen tun?
Machtlos steht oder sitzt er in seinem Heimatland und fragt sich,
warum.
Es müsste eine Erfindung geben, so einen Radikal-Besen, der
mit einem Mal den ganzen EU-Unsinn vom Tisch oder aus Brüssel
hinwegfegen könnte. Aber wohin?
Bloss nicht in ein anderes Land.
Wie wäre es mit der Mülltonne, die auf jedem Computer
auf dem Begrüssungs-Bildschirm zu sehen ist?
Und dann noch einmal gründlich mit einem Stark-Entmüllungs-Programm
nachkehren.
März
2010
Die
griechische Tragödie
Was
mag in den Griechen vorgehen, wo man jeden Tag in allen Zeitungen
und auch in allen Wochenmagazinen etwas Negatives über ihre
finanzielle Situation lesen kann.
Ist es Protest? Ist es Verzweiflung? Ist es Groll? Ist es Resignation?
Ist es weiter so?
Kann man diese Spuren bis ins frühe Hellas verfolgen?
Sind das noch Rest-Wehen aus odysseeischer Tradition, den Homer
ja als den Listenreichen bezeichnet hat?
Wohl kaum, denn diese Alten Griechen, die uns das Alphabet (aus
dem Hebräischen Aleph Beth Gimel Daleth) mit der Schreibung
von links nach rechts geschenkt haben, die die Basis für
die Philosophie geschaffen haben, die grazile Baukunst, epische
und tragische Dichtung und Demokratie geschaffen haben, die so
etwas waren wie ein aufgehender Stern am Himmel Europas, die sogar
unserem Kontinent den Namen verliehen haben - die gibt es nicht
mehr.
Aus den alten Zeiten Homers, Hesiods und der Dichterin Sappho
ist nicht allzu viel in die Neuzeit transportiert worden.
Zu viele andere
Volksstämme und Kulturen sind über das alte Hellas hinweggezogen.
Erst waren es die Römer, die zwar die Kultur der Hellenen
übernahmen (wer weiss, wenn es die Römer nicht gegeben
hätte, ob dann soviel übrig geblieben wäre?), aber
ein mehr kriegerisches Volk waren, dann war es Ostrom mit der
Christianisierung, schlussendlich kamen für 400 Jahre die
Türken, dann zogen Albaner etc ins Land, und wir Deutschen
müssen uns auch gefallen lassen, dass wir im Zweiten Weltkrieg
ganz Griechenland unter Kontrolle hatten.
Hinzu kommt noch die Schmach, als nach dem Ersten Weltkrieg die
Griechen die alte Heimat Ionien wieder erobern wollten und dann
Hunderttausende Griechen aus ihrer alten Heimat vertrieben wurden.
Welch ein Schicksal!
Nach dem Krieg der Bürgerkrieg, dann die Obristen!
Jetzt allerdings machen sie was sie wollen und schaden damit dem
Euro..
Der Euro wurde listig erschlichen. Die Statistiken gefälscht.
Der Staat wird als lästige Eintreibe-Institution angesehen
oder als Melkkuh von den unendlich vielen Staatsangestellten,
die vor lauter Langeweile und Nichtstun schon so früh in
Pension gehen. Was machen sie dann: Sitzen in den Kafenions oder
Tavernen und palavern über den Staat.
Hier brauchts einen Westerwelle, der die Dinge beim Namen nennt.
Man könnte sich das ganze auch aus der Ferne ansehen.
Aber können wir akzeptieren, dass Schlendrian, aufgeblähte
Bürokratie und Faulheit mit dem sauer erarbeiteten Geld der
Deutschen (man muss hinzufügen, das was dann nach all den
sozialen Wohltaten noch übrig bleibt!!) unterstützt
wird.
Das ist die eine Seite!
Aber es ist zwar nicht mehr so, wie zu Winkelmanns Zeiten, als
es verklärt hiess, das Land der Griechen mit der Seele suchen:
Wir fahren trotzdem wieder in die Ägäis, weil es einfach
schön ist.
Wir versuchen einfach all das Negative zu vergessen und freuen
uns auf einen schönen Sonnenuntergang in einer Taverne am
Meer.
Nachtrag:
Nach der Fertigstellung dieses Nadelstiche-Beitrags den "Focus"
gelesen. Ein bischen hart und teilweise unfair ist er schon.
Der
Athener Bürgermeister Nikitas Kaklamanis rief in einer Erklärung
"Kulturmenschen in aller Welt" dazu auf, gegen die aktuelle
Titelseite des deutschen Nachrichtenmagazins "Focus"
zu protestieren. Darauf ist die griechische Statue der Venus von
Milo zu sehen, die dem Betrachter einen Stinkefinger zeigt. Daneben
steht "Betrüger in der Euro-Familie - Bringt uns Griechenland
um unser Geld...?".
Februar
2010
Nichts
Neues aus der Anstalt
Es
ist zweifelsohne die Aufgabe (sonst geht ja auch keiner hin oder
es schaltet keiner ein) des Kabaretts, auf Dinge im Umfeld der
Menschen auf seine Art und Weise hinzuweisen.
Dass es auf humorvolle Art und Weise geschehen soll, gilt als
selbstverständlich.
Allzuviel Ernst würde die Zuschauer und Zuhörer nur
vergraulen oder zum Zappen veranlassen.
Es gab mal eine Zeit im anderen deutschen Staat, der im Jahr 1989
seine Existenz aufgab, als Kabarett die Möglichkeit war,
gewisse Umstände in einer Diktatur so subtil darzustellen,
dass der gescheite Zuhörer wusste, um was es ging, aber die
allzeit anwesenden Stasispitzel es nicht verstanden oder es gerade
noch als tolerabel empfanden.
Eine kabarettistische Grauzone quasi, in der man sich nolens volens
einquartieren musste.
Denn eines zeichnet alle autoritären System vor allem aus:
Es ist die Humorlosigkeit.
Witze über ihr System werden zutiefst als Beleidigung und
Verunglimpfung des Regimes betrachtet.
Und alle Diktaturen haben weiterhin eine Schutzmaxime, die da
heisst: Wehret den Anfängen. In jeder Hinsicht.
Erlaubt ist im Prinzip nur das durch den Kakao (meistens ist er
nicht lieferbar) ziehen des Klassenfeindes.
Aber darüber lacht selten jemand. Höchstens pflichtschuldig
die Trittbrettfahrer, die ihren Sold aus eben diesen Staatsverhältnissen
beziehen.
Nun, die Zeiten sind vorbei, und heutzutage wird recht aggressiv
und fast schon beleidigend mit deutschen Führungspersonen
umgegangen.
So auch in der Sendung "Neus aus der Anstalt".
Da springt so ein rumpilzstilzchenähnliches Subjekt mit elektrisiert
hoch stehenden Haaren auf der Bühne herum und hat nichts
Originelleres zu tun, als sich über die deutsche Bundeskanzlerin
zu mokieren.
Ja, fällt dem nichts Besseres ein als immer wieder diese
alberne Imitation der Aussprache der Kanzlerin?
Gibt es denn wirklich nichts anderes zu karikieren als eben diese
Frau.
Das grenzt ja schon an kabarettistische Einfallslosigkeit und
Langweiligkeit:
Dabei sollte sich Kabarett gerade durch Einfälle und Originaliät
auszeichnen.
Beim letztenmal war es besonders ausgeprägt.
Die beiden Gäste mit Migrationshintergrund hatten wenigstens
Einfälle, über die man sich amüsieren konnte.
Ähnliches wäre mit Sicherheit den anderen Anstaltsbewohnern
ans Herz zu legen.
Polit-Gesindel
Schaut
und hört man zur Zeit in Richtung Berlin, so sträuben
sich einem die Nackenhaare. Lauter Neidhammel und Polit-Winzlinge
sind angetreten, um sich am Thema Kunduz aufzuwärmen.
Es gilt nur noch (für diese Wichtigtuer jedenfalls) aufzuklären,
wer wann wo und ab wann etwas gewusst hat.
Die Soldaten in Kunduz reiben sich voller Unverständnis die
Augen. Unsere Soldaten tragen dort gegen einen einheimischen Feind
ihre Haut zu Markte - das wird aber von den eben erwähnten
Streitssüchtigen in keinster Weise berücksichtigt.
Denn: In Afghanistan ist Krieg.
Krieg zwischen unseren Soldaten, die eigentlich zum Schutz der
Bevölkerung angetreten waren und um Aufbauhilfe zu leisten,
und einem partisanenähnlichem Feind.
Das Helfen wird nun zunehmend von den fanatischen Taliban unterbunden,
die einen grossen Vorteil haben: Sie sprechen die Sprache der
Bevölkerung und können von Fremden, eben unseren Truppen,
ohne weiteres nicht von harmlosen Afghanen unterschieden werden.
Daher ergibt sich die Frage: Waren das bei dem Tanklastzug-Angriff
tatsächlich - neben den eigentlichenTaliban - Zivilisten
oder Sympathisanten?
In einer Fernseh-Sendung erklärte ein deutscher Soldat, der
in Afghanistan war, dass wir das nicht unterscheiden können
und dass sich die Taliban das zu Nutze machen.
Wenn unsere Neunmalklugen - die offenbar überhaupt noch nicht
registriert haben, was da am Hindukusch läuft - einmal nachdenken
würden, was wohl passiert wäre, wenn diese Tanklastzüge
gegen das deutsche Lager eingesetzt wären, dann würden
sie wohl anders denken. Oder sie würden wieder einen Grund
suchen, herauszufinden, wer wann und wo nicht richtig gehandelt
hat.
Aber das behagt ihnen nicht, denn es gilt jetzt, einem deutschen
Politiker, der sich für seine Soldaten einsetzt und Verständnis
für deren Situation hat, eins auszuwischen. Er kam einfach
zu schnell hoch und die Deutschen mögen ihn - endlich mal
auch in Deutschland ein Ehepaar, das in der langweiligen Hauptstadt
der Farblosen etwas Farbe spriessen lässt. Und er ist intelligent
und zudem nicht schwul.
Weiterhin muss man sich fragen, was viele der Kritiker - die sich
auf Steuerzahlerkosten breit machen und später horrende Pensionen
kassieren - ausser Quatschen für unser Land geleistet haben.
Gewiss, jeder macht mal Fehler - zu Guttenberg ist noch jung und
war neu im Amt und seine Absicht war gut. Aber daraus nun Rücktrittsforderungen
zu machen - ein Irrwitz.
Jetzt noch der Untersuchungs-Ausschuss! - wie schön, dass
die deutsche Sprache manchmal so eine herrliche Doppelbödigkeit
aufweist. Noch mehr Gequatsche - wer fragt da eigentlich noch
nach den Menschen, die unter Umständen in Gefahr gewesen
wären?
Wer von diesen unseligen Kritikern hat sich einmal eingefunden,
wenn die Särge toter deutscher Soldaten an Flughafen in Köln
eintreffen?
Wer hat sich schon mal einen Stahlhelm aufgesetzt und ist - wie
es jetzt ein Hauptfeldwebel in Kunduz formulierte - mit ihnen
mal auf Feindfahrt gegangen.
Und noch etwas missfällt mir: Warum zeigt unsere Kanzlerin
nicht endlich mal Zivilcourage und nimmt Stellung für zu
Guttenberg und wartet nicht wieder, bis sie sich auf die Seite
der angeblich Rechthabenden stellen kann.
Von Westerwelle, der um seine aussenpolitische Akzeptanz fürchtet,
kann man kein hilfreiches Wort erwarten.
Weiter so Deutschland!
Bis noch mehr Wähler aus Verdruss ihre Wahlbenachrichtigungen
in die Altpapiertonnen entsorgen!
Januar
2010
Pandora
- Gedanken zum Beginn eines neuen Jahrzehnts
Zwei
Aspekte sind es, die mich veranlassen, eine nachdenkliche Nadelstich-Kolumne
zum Thema Pandora zu schreiben.
Einmal die
wohl etwas verunglückte Klima-Konferenz in Kopenhagen, deren
Ergebnis (was die Hauptverursacher anbetrifft) man mit einem Satz
umschreiben kann: Bitte tut was - aber bitte nicht bei uns!
Der zweite Impuls kam vom Science Film Film "Avatar - Aufbruch
nach Pandora", der im Grunde eine ähnliche Problematik
aufweist. Auf dem fernen Planeten Pandora wollen die Menschen,
nachdem sie ihre Erde wüst und zerstört hinterlassen
haben, bestimmte Rohstoffe abbauen und sind dabei, die Umwelt
zu zerstören und auch die Ureinwohner des Planeten, die Na'vi,
aus ihren angestammten Revieren zu vertreiben. Bei diesem 3D-Film
kommen so Gedanken an die Vertreibung der Indianer in Nordamerika
oder an den Verlust des Regenwaldes in Brasilien hoch.
Wo kommt der Name Pandora her?
Ihr Name entstammt der griechischen Mythologie. Bekannt ist sie
durch die Büchse (eigentlich ist es keine Büchse, sondern
ein Krug - das erste ist ein Übersetzungsfehler).
Diese Büchse war eine Beigabe Zeus' an Pandora, eine von
Hephaistos auf Weisung von Zeus erschaffene Frau (als Teil der
Strafe für die Menschheit wegen des durch Prometheus gestohlenen
Feuers), welche den Titan Epimetheus (Bruder des Prometheus) ehelichte.
Zeus wies Pandora an, die Büchse unter keinen Umständen
zu öffnen (Prometheus warnte seinen Bruder zudem davor, Geschenke
von Zeus anzunehmen) doch von Neugier überkommen
öffnete Pandora oder ihr Mann Epimetheus die Büchse
trotzdem. Daraufhin entwichen alle Laster und Untugenden der Büchse.
Von diesem Zeitpunkt an eroberte das Schlechte die
Welt. Zuvor hatte die Menschheit keine Übel, Mühen oder
Krankheiten gekannt, und die Menschen waren außerdem
wie die Götter unsterblich. Bevor jedoch auch elpis
(gr.: Hoffnung) aus der Büchse entweichen konnte,
wurde sie wieder geschlossen. So wurde die Welt ein trostloser
Ort, bis Pandora die Büchse erneut öffnete und so auch
die Hoffnung in die Welt liess.
Heute ist das Öffnen der Büchse der Pandora
der Inbegriff für das Stiften nicht wiedergutzumachenden
Unheils.
Diese mythologische Geschichte scheint den Filmregisseur Cameron
bewegt zu haben, dem Planeten diesen
Namen zu geben.
Denn in diesem Film bleibt die vage Hoffnung, dass das sogenannte
Gute über das sogenannte Böse, in diesem Fall sind es
die Erdlinge, siegt. Eine Hoffnung, die in Anbetracht der überwältigenden
technischen Waffen der Eroberer den Ureinwohnern wohl keine Chance
lassen kann.
Wenn überall über den Klimawandel reflektiert wird,
steht die 2 Grad Erderwärmung wie ein Menetekel über
allem. Gelingt es nicht, diese Grenze einzuhalten, droht der Erde
Gefahr - Überflutungen, Hitze und Dürren, ja sogar ganze
Inselgruppen und Landesteile drohen unter zu gehen.
Aber wie oben beschrieben, hat Pandora ihren Krug wieder geöffnet
und auch die Hoffnung hat sich in die Welt vorgewagt.
Vielleicht ist sie stark genug, all die möglichen Übel
zu besiegen.
Dezember
2009
Nur keine Polit-Stars !!
Alles
was so in Brüssel passiert hat für den Aussenstehenden
oft einen merkwürdigen Beigeschmack.
Abgesehen davon, dass man dort auf Sparmassnahmen wohl wenig oder
keinen Wert legt (unser Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder
hatte wohl so unrecht nicht, als ihm einmal die Galle ehrlich
überlief und er herausposaunte: "Die in Brüssel
verbraten unser Geld!") gibt es noch einiges, das sanfter
(also ganz vorsichtig!) Kritik Anlass gäbe.
Aber davon gleich weiter.
Stellen Sie sich, verehrte Leserin oder Leser, einmal vor, Sie
wären der Inhaber einer grossen Firma mit diversen Tochter-Unternehmen.
Der bisherige Leiter hat sich aus Altersgründen zurückgezogen
und nunmehr sind Sie wohl oder übel gezwungen, sich einen
fähigen Nachfolger auszusuchen.
Er müsste - gemäss der grossen Bedeutung Ihrer Firma
- schon einiges an Fähigkeiten und Wissen mitbringen.
Als da wären: Führungsqualitäten, Ideen für
Innovationen bzw ein gutes Händchen für die Auswahl
von qualifizierten Leuten, gute finanzielle Planung und kommunikative
Begabung. Er sollte Verhandlungsgeschick mitbringen und vor allem
sollte er Beziehungen aufgebaut haben, denn die sind nun einmal
für eine Firma überlebenswichtig.
Würden Sie jemanden einstellen, der auf allen diesen Gebieten
bislang noch nichts unter Beweis gestellt hat und zudem eine unbekannte
Grösse ist und zu guter Letzt bis dato nicht gerade durch
Beziehungsfähigkeiten aufgefallen nicht.
Nun gut, es soll Optimisten - oder sagen wir es gleich ganz deutlich
- Optimistinnen, die in der guten Hoffnung sind, dass mit den
Ansprüchen an eine Position auch die Fähigkeiten steigen
werden.
Aber das ist ein sogenannter Zweck-Optimismus - oder ist es gar
Verlegenheitsoptimismus?
Wie dem auch sei, in Brüssel hat man gewählt.
In der Welt sind beide gewählte Kandidaten unbeschriebene
Blätter - dabei sollen sie doch für einen angeblich
zusammenwachsenden (alten) Kontinent sprechen, der sich als gleichwertiger
Partner zu den neuen Grössen der Welt zeigen will.
Der belgische Ministerpräsident Herman van Rompuyist der
erste ständige Ratspräsident und die britische EU-Handelskommissarin
Catherine Ashton avanciert zur Hohen Vertreterin für Aussen-
und Sicherheitspolitik.
In einem Land wäre das in Kurzform: Ministerpräsident
und Aussenminister.
Der für seine spitze Zunge bekannte Fraktionsführer
der Sozialisten im Europa-Parlament Martin Schulz dazu: "Der
Ausdruck dessen, was in der EU derzeit möglich ist!"
Knapp formuliert, aber resignierender geht es nicht.
Dabei standen Personen / Persönlichkeiten zur Auswahl, die
sich auf diesen Parketts durchaus Meriten erworben haben, zB der
Brite Tony Blair oder der Luxemburger Jean-Claude Juncker, auch
der Deutsche Joschka Fischer stand mal zur Debatte.
Sie allen hatten keine Chance.
Warum?
Weil die Führenden in Europa, Sarkozy, Merkel und auch Brown
in einmütiger Übereinstimmung keine Führungspersönlichkeiten
vor der Nase haben wollten.
Zu Lasten Europas entschied man sich für die Mediokrität.
Aussage einer amerikanischen Führungspersönlichkeit
nach dieser EU-Wahl: "Who the hell is that!"
Man muss sich vorstellen, es geht um Verhandlungen. Mit den Amerikanern
(deren harte und rücksichtslose Art zu verhandeln haben wir
beim Thema Opel gerade kennen gelernt!), mit den Arabern, mit
den Israelis (harte Burschen!!), den Iranern (zäh wie Kaugummi),
mit den Russen und schliesslich mit den Chinesen.
Schaut man sich unsere beiden Kandidaten an: Van Rompuy würde
sich sehr gut als lieber Weihnachtsmann machen, wobei er die Rute
wohl meistens im Sack stecken liesse. Und die Britin - als Kindergärtnerin
wohl tauglich, aber nicht bei schwierigen Kindern.
So halten die Chefs in Berlin, Paris und London weiter die Geschicke
in ihrer Hand und haben für alle Fälle Galionsfiguren
in Brüssel sitzen. Nur kein Risiko eingehen.
Der "Spiegel" titulierte es sehr treffend: Wenig Feind,
wenig Ehr.
November
2009
Die
BH-Polizei
Man
wird sich fragen, was das nun wieder bedeutet. Gibt es eine neue
Form der Polizei in unserem Land.
Mitnichten!
Sie können beruhigt sein, die Bundesregierung schafft keine
neuen Kosten-Verursacher.
Diese exotische Polizei treibt woanders ihr Unwesen - wenn man
diese Tätigkeit mal ganz salopp so bezeichnen kann.
Im Rahmen der Extrem-Islamisierung spielen sich in manchen Ländern
die skurrilsten Einfälle männlicher Islamisten ab, die
weitestgehend auf dem Rücken der weiblichen Bevölkerung
ausgetragen werden, die ohnehin in eine Befehlsempfänger-Rolle
abgedrängt ist. Man kann es auch als eine Art maskuliner
Terrorismus bezeichnen.
Vor kurzem las man in der Presse, dass in einem afrikanischen
Islam-Land eine Gruppe von Frauen zu Peitschenhieben verurteilt
wurden, von männlichen Religiosnwächtern versteht sich,
da sie sich getraut hatten, Hosen zu tragen. Alle nahmen das Urteil
an, bis auf eine, die sich einen Anwalt nahm und vor Gericht zog.
Aber es wird immer bizarrer!
Jetzt erschien in einer Zeitung aus dem Frankfurter Raum die Mitteilung,
dass in Somalia eine islamistische Bewegung Jagd auf Frauen macht,
die einen Büstenhalter tragen.
Laut Angaben von Augenzeugen suchen maskierte und bewaffnete Männer
(wer auch sonst!) gezielt nach Frauen, die offenbar einen BH tragen
und lassen sie öffentlich auspeitschen.
Jetzt aber kommt das Pervers-Gemein-Primitive.
Bevor die Frauen ausgepeitscht worden sind, mussten sie ihren
BH ausziehen und die Brüste schütteln.
Die Männer meinen, die Brüste müssten natürlich
aussehen.
Nun kann man sagen, das ist ja weit weg!
Man kann nur wünschen und hoffen, dass es Angehörige
des weiblichen Geschlechts auch in diesen Ländern gibt, die
den Mut und die Kraft haben, diesem maskulinen Terror ein Ende
zu bereiten.
Aber wenn man sich vorstellt (dem Herrn Theo Sarrazin sei für
seine Einwürfe gedankt), dass sich in unserem Land die muslimische
Bevölkerung dank ihrer hohen Vermehrungsquote und mit den
islamistischen Tendenzen weiter ausdehnt: Wer befreit unser Land
von ähnlichen Tendenzen in den Jahren ab 2040 / 2050.
Eine grauenvolle Vorstellung; Massen von Frauen in diesen furchtbaren
Verkleidung mit Kopftuch etc.
Es ist kaum vorstellbar, dass dies im Sinn der menschlichen Evolution
notwendig und sinnvoll ist.
Oktober
2009
Nenne
mir deinen Namen ....
Und
ich sage dir, welche Berufsaussichten du hast.
Folgt man dem Urteil eines Lehrers, so ist der Name Kevin eher
eine Diagnose als ein Name.
Was soll man davon halten?
Zugegeben, wir leben in einer Zeit, in der das Anglo-Amerikanische
durch das Internet und auch durch sich global-wichtig tuende Banker
und andere Geld-Konsorten immer verbreiteter ist und wird.
Es ist schade um unsere deutsche Sprache, wenn sie mit solchen
Denglizismen verseucht wird. Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine,
die Süddeutsche und auch die Zürcher Neue Zeitung tun
gut daran, sich als Speerspitze gegen die Vereinnahmung unserer
Muttersprache, die Sprache unserer Dichter und Denker, durch eine
fremde Sprache zu wehren.
Die Franzosen sind in dieser Hinsicht etwas rigoroser, auch wenn
es oft überzogen, ja fast überheblich ist.
Aber sollte jetzt diese Überfremdung sich auch noch in der
Namensgebung unserer Kinder fortsetzen.
Muss es sein, dass deutsche Kinder mit solchen Namen wie Roger
(wie soll man das eigentlich aussprechen - Rodscher oder Roger?)
oder Maik / Mike von ihren Eltern durchs Leben getrieben werden?
Einer Studie zufolge haben Grundschullehrer Vorurteile gegen bestimmte
Namen. Sie stufen manche Kinder allein wegen ihres Namens als
verhaltensauffällig ein.
Einen ganz schlechten Ruf haben die Mädchen mit den Namen
Angelina, Chantal oder Mandy. Bei den Jungen sind es Marvin, Justin
oder aber dieser unsägliche Name Kevin.
Viel besser weg kommen Mädchennamane wie Sophie, Charlotte
oder Alexandra. Bei den Jungen sind es Maximilian, Alexander oder
Leon.
Nun können Kinder nichts für ihre Namen, denn die sind
ihnen nun mal von ihren Eltern verabreicht. Aber man muss sich
allen Ernstes fragen, was veranlasst die Erzeuger, den Sprösslingen
Namen von anglo-amerikanischen Filmschauspielern oder Fussballern
zu geben.
Sollen die Kinder eventuell in die Fussstapfen dieser oft fragwürdigen
Vorbilder zu treten?
Kann man unter Umständen an der Intelligenz der Eltern zweifeln?
Und haben die Lehrer nicht - auch wieder unter Umständen
- Recht, wenn sie von der altbekannten These ausgehen, dass der
Apfel nicht weit vom Stamm fällt?
Und ein weiteres Dilemma kommt auf die Kinder zu: Es könnte
angehen, dass bei der späteren Berufsauswahl das Denken der
Lehrer nachhaltig in die Köpfe derjenigen eingegangen ist,
die für die Einstellung oder die Lehre verantwortlich sind.
Somit hätten die Eltern diesen Kindern bei der Geburt einen
Bärendienst erwiesen, der den Kindern im späteren Leben
nur von Schaden sein kann.
Aber um ehrlich zu sein: Auch ein typisch deutscher Namen wie
Friedrich oder Karoline ist noch lange keine Garantie für
einen hohen Intelligenz-Quotienten.
Jedoch kann es im Leben das Überspringen mancher Hürde
- was immer das sein mag - leichter machen.
September
2009
Ulla
und ihr Dienstwagen
Was
so ein Diebstahl alles auslösen kann. Zumindest auf der Ebene,
wenn es sich um eine gestandene Ministerin handelt, die offenbar
ihre Vitalität und ihre Aachener Fröhlichkeit in den
Auseindersetzungen mit der Ärzte-Lobby nicht verbraucht hat.
Da wird ein Dienstwagen entwendet, der augenscheinlich nutzlos
herumstand, obwohl ein Fahrer exta diese gepanzerte Dienstkarosse
bis nach Spanien herunterfahren musste und dabei noch einen Passagier
mitnahm.
Wer hat eigentlich die Hotelkosten von fahrer und Kind bezahlt?
Sonst wäre diese jahrelange Vergeudung von Steuergeldern
nie ans Tageslicht gekommen.
Und so kommt es der SPD alles andere als gelegen, dass so kurz
vor der Wahl eine solche Peinlichkeit an die Öffentlichkeit
gelangt und von allen Zeitungen und Periodika genüsslich
ausgeschlachtet wird.
Flugs revanchiert sich die SPD und die Opposition durch eine Anklage
wegen einer Geburtstagsfeier des Deutsche-Bank-Chefs Ackermann
im Kanzleramt, das dieser - so der Kommentar im Fernsehen - aus
Naivität und Eitelkeit in einem Interview ausplauderte.
Frau Merkel wird sicher sauer sein.
Es berührt den Steuerzahler, gerade in diesen schlechten
Zeiten, immer ungewöhnlich stark, wenn es sieht, wie sorglos
mit seinen mühsam erarbeiteten Steuergeldern umgegangen wird.
Selbst wenn es nicht Millionen sind - es reicht, wenn es schon
Tausende sind.
Im Südwesten des Landes nennt man es ein "Geschmäckle".
Würde der Normalbürger ähnlich verfahren und neben
seinem Flug (hoffentlich ist der von Ulla privat bezahlt!) noch
einen Wagen herunterfahren lassen, um dort einen Drucker und ein
Fax zur Hand zu haben - das Finanzamt würde ihm einen dicken
Strich durch die Rechnung machen.
Frau Schmidt nahm nur zwei Auftritte in ihrer Eigenschaft als
Ministerin wahr - da hätte es ein Leihwagen allemal getan.
Und dass dazu noch ein nicht gerade interessantes Bild für
über 3000 Euro einer Freundin von ihr in ihrem Büro
hängt - aus Staatsmitteln bezahlt - das macht das ganze noch
unerfreulicher.
Nichts ist so fein gesponnen, es kommt doch an das Licht der Sonnen.
August
2009
Ach
du dickes Deutschland
Der
Wohlstand in Deutschland ist unübersehbar. Nicht nur bei
den Autos, nein, bei einem ganz anderen Phänomen, dem zunehmenden
Volumen vieler Bundesbürger. Wer sich heute in die Einkaufsmeilen
und Einkaufszentren begibt, kann es nicht übersehen. Deutschland
nimmt zu - leider nicht an geistiger Kapazität, sondern vielmehr
an Gewicht.
Viele Mediziner, Ernährungsberater und Psychologen haben
sich des Problems angenommen, aber wie neulich einem Bericht in
der Ausgabe "Natur und Wissenschaft" der FAZ zu entnehmen
war, ist es eine wahre Sisyphos-Arbeit. Denn Abnehmen erfordert
Disziplin und persönlichen Einsatz. Damit tun sich viele
Menschen hier bei uns in der heutigen Zeit doch sehr schwer. Es
ist doch viel einfacher über seine Beschwerden zu klagen
als selbst die Initiative zu ergreifen.
Wer glaubt, dieses Phänomen sei auf ältere Menschen
beschränkt, der irrt ganz gewaltig. Denn es geht schon im
Kindergarten los.
Vor kurzem stand ich an einer Fussgänger-Ampel, wobei eine
Gruppe Kinder aus einem Kindergarten mit Betreuern die Strasse
überquerte.
Was ich bisher nie beobachtet hatte: Einem Teil der Kinder fehlte
die quirlige Beweglichkeit der Kindheit. Sie bewegten sich schwerfällig,
einige etwas Korpulentere watschelten regelrecht über die
Strasse.
Sofort begannen meine Gedanken zu kreisen. Was soll aus diesen
Kindern später mal werden? Und warum sind sie so dick und
unbeweglich?
Haben die Eltern hier versagt, indem sie den Wünschen der
Kinder nachgaben und ihnen elektronische Spielzeuge kauften, die
zwangsweise zur körperlichen Immobilität führen.
Und als Zugabe noch jene Nahrungsmittel, die bequem zu kauen sind
und die dafür vorgesehenen Werkzeuge im Mund kaum strapazieren?
Dicke Kinder laufen in Gefahr dicke Erwachsene zu werden. Sportliche
Vorzeigesymbole werden sie wohl kaum. Die Anglo-Amerikaner haben
dafür ein ins Deutsche nur schwer transferierbares Wort:
Couch-Potatoes.
Mit allen Folgen einer Wohlstandsgesellschaft wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Arthrose und Gicht.
Nicht umsonst sind die Wartezimmer der Ärzte so voll mit
Trägern selbst verursachter Erkrankungen. Man schaue sich
auch einmal in den typisch deutschen Restaurants um, die grosse
Portionen anbieten. Viele der Gäste mit den grossen Portionen
sind alles andere als beweglich, sondern humpeln, beweglich eingeschränkt,
durch das Wirtshaus.
Wer soll sie beraten?
Die meisten Ärzte verstehen selbst nichts von Ernährung.
Denn im Staatsexamen ist es kein Prüfungsfach. Also können
sie auch nichts weitergeben.
Somit kommen in den nächsten Jahren gewaltige Folgekosten
auf die Versicherer zu. Und wer muss es bezahlen? Die Gesamtheit
der Versicherten.
Für die junge Generation von heute nicht eben verlockend!
Besonders wenn sie sich ernährungsbewusst und sportlich aktiv
verhalten.
Nicht nur die Renten-Beiträge werden steigen, auch die Krankenkassenbeiträge.
Armes, dickes, wohlbeleibtes Deutschland!
Juli 2009
Le
Petit Homme de la Grande Nation
Kleine
Männer brauchen offenbar grosse Auftritte. Nicht anders ist
es zu verstehen, dass der französische Präsident die
Abgeordneten nicht in ihrem normalen Umfeld mit seiner Rede zur
Zukunft Frankreichs berieselte, sondern ganz Staatsmann in der
Folge von Ludwig XIV nach Versailles in den grossen Spiegelsaal
herbeirief.
Selbst de Gaulle hat derartiges nach meinem Wissensstand nicht
gemacht.
Grüne und Kommunisten sträubten sich gegen diesen Auftritt
und blieben einfach der Veranstaltung fern.
Die Sozis, noch immer mit der Euro-Wahlschlappe im Genick, schwiegen
- als Boykott wie sie sagten, dabei fehlt ihnen einfach eine Führungsfigur.
Nicht als Nachfolger des Sonnenkönigs kann man ihn ansehen,
aber der Titel "Schuldenkönig" würde ganz
gut zu ihm passen.
Denn die Rede war eine Ohrfeige für den Rest Europas. Die
Verträge von Maastricht wurden zu Makulatur.
Frankreich fällt in eine ungehemmte Schuldenfalle. Mit so
viel finanziellen Wohltaten kann man zwar Wähler von der
linken Seite eventuell auf seine Seite ziehen, aber was das für
die Nachkommen, die jungen Steuerzahler in Zukunft bedeutet, scheint
Sarkozy ziemlich schnuppe zu sein.
Deutschland versucht den notwendigen Schuldenberg zu begrenzen
- immerhin eine Konzession an die Folgegenerationen.
Sämtliche französischen Wohltaten der Zukunft werden
also auf Pump finanziert. Das Haushaltsdefizit der Grande Nation
steuert auf 7.5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu - wo bleiben
da die Maastricht-Kriterien?
Werfen wir mal einen Blick über die Grenze nach Westen. Das
Renteneintrittsalter liegt bei sechzig Jahren - welch ein Unterschied
zu unserem, das auf 67 Jahre angehoben werden soll. Dabei wäre
eine Verlängerung der Beitragszeiten zwingend notwendig.
Ob der Strahlenkranz, den er sich selbst aufgesetzt hat, in Bälde
nicht grau werden könnte. Gibt es denn in Frankreich niemanden,
der über das Heute hinausschaut und den selbstherrlichen
Auftritt in Frage stellt.
Wie soll Europa in Zukunft funktionieren, wenn die Gallier ihrem
kleinen Asterix weiter folgen? Oder will er sich bei Obama, wie
schon einige Male versucht, einschmeicheln?
Es ist ein Jammer, dass wir mit dem Euro mit dran hängen.
Oder sollten wir doch die alte gute Deutsche Mark wieder einführen?
Wir haben noch etwas aufgehoben.
Für alle Fälle
Vielleicht reicht es bei dem Kleinen am Ende seiner Amtszeit zu
einigen reuevollen Worten.
Juni
2009
Der englische Patient
Bei den Deutschen hat sich im Grossen und Ganzen die Vorstellung
gehalten, dass die Engländer eine gute Beziehung zu dem haben,
was man (schlecht ins Deutsche zu übersetzen) allgemein als
Fair Play bezeichnet.
Viele deutsche Soldaten, die in englischer Kriegsgefangenschaft
waren, bestätigen diese Einstellung im Gegensatz zu den Franzosen.
Die Russen sollen erst gar nicht erst erwähnt werden.
Nun, Fair Play erwartet man auch auf dem Fussball-Platz, zumindest
von den Spielern - die englischen Fans wiederum sind wohl ein
Kapitel für sich, aber die gibt es in jedem Land.
Nun durchzieht ein Skandal die Insel. Die politische Klasse scheint
das Wort Fair Play offenbar noch nie zu Ohren bekommen zu haben
und bereichert sich schamlos auf Kosten der Steuerzahler.
Kaum ist die erste Aufregung über die ausufernde Gier der
Banker einigermassen verstrichen, durchzieht eine gewaltige Empörung
das Wählervolk.
Es gibt in England offenbar eine Regelung, dass für durch
die Anwesenheit in London notwendige Aufwendungen für ein
Zweithaus oder eine Zweitwohnung bis zu einer Höhe von rund
27.000 Euro pro Jahr in Rechnung gestellt werden können.
Der Name dafür: "Second home allowance".
Das wird von vielen Abgeordneten und Ministern auf eine unglaublich
dreiste und verantwortungslose Weise ausgenutzt. Und das obwohl
sie mit dem Ehren-Titel "honourabel" geschmückt
sind.
Offiziell sollten die Kosten für den normalen Bürger
nachvollziehbar sein. Die Überprüfung erfolgt von anderen
Abgeordneten, so dass man sich leicht vorstellen kann, wie so
etwas funktioniert.
Aber die Mitnahmementalität ist fast grenzenlos. Am dreistesten
trieb es der Minister für Kultur, Andy Burnham, der 18 Monate
mit der Abrechnungsstelle wegen 18.500 Euro Renovierungskosten
für sein Londoner Appartement im Clinch lag, bis die endlich
nachgaben, als er angab, seine Ehe stünde sonst in Gefahr.
Andere rechneten Hypothekenzinsen für Häuser ab, auf
denen überhaupt keine Hypothek mehr lag. Und das ohne Belege!
Andere wiederum kamen auf die findige Idee, eine winzige Wohnung
als Erstsitz anzugeben und für ihren feudalen (fiktiven)
Zweitwohnsitz alle Kosten und Aufwendungen bis zu jener Grenze
zu berechnen.
Der Londoner "Daily Telegraph" bringt nunmehr Tag für
Tag Details aus einer gekauften CD mit diesen Daten.
Es ist in der Tat haarsträubend: Es wurde Hundefutter abgerechnet,
Pferdemist für einen Garten, Badewannenstöpsel, Rattengift,
Glühbirnen etc etc.
Nun bangen die Politiker um ihre Glaubwürdigkeit und ihre
Wahlchancen.
Die ersten Rücktritte wurden inzwischen vermeldet. Wohl aus
Angst vor Steinewerfern vor dem Zweit-Wohnsitz.
Die deutschen Politiker sind da wieder gewiefter gewesen. Die
kriegen ihre Diäten ohne Nachweis.
Und wenn man im Fernsehen die oft völlig leeren Hinterbänke
mit ihren abwesenden Diäten-Empfängern sieht (meist
wird vom Fernsehen der hintere Teil des Bundestages gar nicht
erst gezeigt, um den Volkszorn nicht unnötig zu reizen),
dann fragt man sich als vom Staat und den Gemeinden ausgeplünderter
Steuerzahler mit Recht, ob das so seine Richtigkeit hat, wo man
selbst für jede 10 Euro beim Finanzamt einen Beleg abgeben
muss.
Auch bei uns ist die Mitnahmementalität im Bankgewerbe und
auch in der Politik nicht gerade unausgeprägt.
Mai
2009
Abwrack-Prämie
Wer
den Film "Mein Leben" von Marcel Reich-Ranicki gesehen
hat, der hat sicher mitbekommen, dass sowohl der Vater, die Mutter
als auch er selbst Deutschland als Land der Kultur bezeichneten.
So weit so gut.
Trotz aller kulturellen Vorzüge, die Deutschen haben allerdings
eine Vorliebe für endlose Wörter - für einen Ausländer
ist dann ein derartiges Wort nur mit Mühe übersehbar
und lesbar.
Nun haben die Deutschen wieder ein Wort, oder sagen wir gleich
ein Wort-Ungeheuer in die Landschaft entlassen.
Abwrack-Prämie.
Es sind zwei Wortbestandteile, die sich irgendwie zu beissen scheinen.
Schon von der Lautwirkung: Abwracken - ein unschönes Wort,
klingt nach abgewrackt - ein Wort, das Assoziationen nach verbraucht,
verschlissen, unschön, Müllabfuhr wach werden lässt.
Den zweiten Wortbestandteil haben die Deutschen schon lieber,
denn da geht es um Belohnung und Vorteil. Etwas Positives also.
Obwohl auch dieses Wort durch die Gier der Banker eine arge Delle
bekommen hat.
Nun hat sich dieses verbale Ungetüm in diesem Jahr so in
die Gehirne (und wohl auch Herzen) unserer Nation eingekerbt,
dass es nicht überhörbar ist und man darüber reflektieren
sollte oder muss.
Abgesehen von diesen akustischen Betrachtungen: Niemand vermag
heute zu sagen, was dieses Wort in der deutschen Wirtschaft für
Folgen haben wird.
Manch einer bringt sein Auto zum Abwracken, um die Prämie
von 2.500 Euro zu kassieren, obwohl sein Auto noch mehr wert ist
und kauft ein neues Auto.
Schön für die Hersteller von Kleinwagen - jetzt. Ein
wahrer Autoboom bei vielen Firmen. Sonderschichten und fröhliche
Autoverkäufer-Gesichter bei VW, Opel, Ford, Renault, Fiat
und einigen Japanern und Koreanern.
Was aber vielen nicht bewusst ist oder doch schon langsam dämmert:
Das ist ein Strohfeuer!
Denn wer jetzt einen Neuwagen kauft, der kauft in den nächsten
vier bis fünf Jahren mit Sicherheit keinen mehr - und diese
Prämie, die letzten Endes von allen Steuerzahlern mit getragen
wird, wird nicht ewig währen.
Fünf Milliarden sind genug!
Und dann, und dann? Das vermag niemand zu sagen, allenfalls zu
ahnen.
Die Parole heisst: Augen zu und durch.
Die Probleme werden nur wie auf einem Reissbrett verschoben.
Der Augenblick ist allen näher als die Zukunft.
April
2009
Wattestäbchen
Wer
hinter dieser Überschrift eine Reklame für ein kosmetisches
Produkt vermutet, den muss ich enttäuschen - oder erleichtert
stimmen. Denn was sollte man über Wattestäbchen schon
gross berichten als dass sie auf beiden Enden (meistens) mit Watte
umwickelt sind - ja, wenn nicht gerade diese ungewöhnliche
Panne der Kriminalisten passiert wäre.
Zwar ist es etwas prekär über dieses Thema zu schreiben,
weil immerhin der bislang ungeklärte Mord an einer jungen
Polizistin mit hineingezogen wird.
Das ist sicherlich traurig, ebenso die Verletzung des anderen
Beamten.
Sieht man einmal davon ab, so entpuppt sich die gesamte Wattestäbchen-Geschichte
als eine Groteske. Im weiteren Sinn erinnert sie an die Geschichte
vom Hasen und dem Igel. Denn der Igel schien sich über ganz
Mitteleuropa auszubreiten und war überall schon, wenn die
Hasen, sprich Kriminalbeamten, eintrafen und ihre Wattestäbchen
zur DNA-Probe zückten und immer wieder zu einem Ergebnis
kamen: Hinter all den Raubzügen, Einbrüchen und sonstigen
kriminellen Delikten stand immer eine Frau - immer wieder die
gleiche Frau. In Deutschland (Heilbronn), in Österreich und
auch in Frankreich.
Es schien sich um eine geheimnisvolle Frau zu handeln, die überall
auftauchte, ihre Spuren (DNA) hinterliess und offenbar schon wieder
zum nächsten Tatort aufbrach.
Niemand bekam die Frau je zu Gesicht und niemand konnte Näheres
über sie sagen. Ganze Polizeistäbe waren mit der Suche
beschäftigt, ein Riesenaufwand, auch finanzieller Natur.
Nur ihre DNA war bekannt.
Dann hatte wohl doch jemand die erhellende Idee: Könnte es
sein, dass unter Umständen der Fehler in den Wattestäbchen
sass? Dass die Wattestäbchen kontaminiert waren?
Denn alles andere schien doch allmählich an Merkwürdigkeiten
zuzunehmen!
Und so war es denn auch: Eine Mitarbeiterin der Wattestäbchen-Hersteller-Firma
stellte sich als das gesuchte, aber unschuldige Phantom heraus.
Sogleich wollte man von der Polizei her in Form eines Schnellschusses
aus der Hüfte die Firma verklagen. Aber wieder eine Blamage!
Denn die Wattestäbchen waren zwar sterilisiert und keimfrei,
aber nicht
für diese Aufgabe vorgesehen.
So muss halt die deutsche, besonders die im Schwabenland, Kriminalpolizei
mit der Schlappe leben, zu sehr auf juristisch-technische Indizien
vertraut zu haben und dabei etwas ausgeschaltet zu haben: Nämlich
den gesunden Menschenverstand!
Der lässt sich auch mit Wattestäbchen nicht erhellen!
März
2009
Ist
da jemand?
Als
im 19. Jahrhundert der italienische Astronomen Schiaparelli auf
dem Mars die berühmten Kanäle gesehen haben wollte,
beflügelte er damals die Phantasie der Erdenbürger.
Man malte sich aus, wie auf diesen Kanälen Schiffe entlang
fuhren und marsische Lebewesen transportierten. In der Vorstellung
der Menschen waren es schlanke Gestalten, die sich ähnlich
den Kanälen von Venedig durch eine malerische, rötlich
eingefärbte Landschaft bewegten.
Diese Vorstellungen geisterten lange in den Gehirnen der Menschen
herum. Die kleinen grünen Mars-Männchen waren die utopisch
angehauchte Folge.
Doch all die Träume sind zerstoben, seitdem die Mariner-Sonden
der Amerikaner einen radikalen Schlussstrich unter diese Thesen
setzten. Die jetzigen Mars-Roboter komplettierten die Enttäuschung.
Auch die Venus entpuppte sich nicht als von ätherischen Lichtwesen
bevölkert, sondern zeigte unvenusisch heiss und unwirtlich.
Was also tun, wenn in unserer planetarischen Nachbarschaft sich
die Suche nach Lebewesen, auch wenn sie nicht unbedingt humanoid
sein mussten, als der berühmte Schuss in den Ofen erwies?
Raus aus dem Sonnensystem! Es gibt doch noch Milliarden Sonnen
allein in unserer Galaxis. Die ersten Versuche, Radio-Signale
aufzuspüren, die auf Intelligenz schliessen lassen konnten,
waren ebenfalls ein ergebnisloses Unterfangen. Denn die Voraussetzungen
waren einfach zu naiv.
Also hockten sich die Planetensucher in den klaren Nächten
vor das Teleskop und suchten nach den sogenannten Exo-Planeten.
Inzwischen sind 335 von ihnen entdeckt - meistens durch Veränderungen
in der Lichthelligkeit der dazugehörigen Sonne, wenn sich
der Planet vor die Sonne schob - immer in der Voraussetzung, dass
sich Planet und Sonne auf der gleichen, von uns gesehen, befanden.
Die meisten jedoch sind grosse Gasplaneten ähnlich unseren
"heimatlichen" Boliden Jupiter und Saturn. Für
Leben erst einmal ungeeignet. Das waren nur Ergebnisse, um seine
vom Staat bezahlte Tätigkeit zu rechtfertigen, mehr nicht.
Nun fand man im Sternbild Einhorn, rund 100 Lichtjahre entfernt,
einen Planeten, der sechsmal so viel wiegt wie die Erde und einen
Durchmesser von eindreiviertel Erden hat. Sein Name CoRoT-Exo-7b.
Hinter diesem exotischen Namen verbirgt sich allerdings wieder
ein unwirtliches Etwas. Denn der von den Wissenschaftlern euphorisch
begrüsste Bursche hat etwas von einem Hitzkopf und von Speedy
Gonzales an sich. In nur 3 Millionen Kilometer vom Zentralgestirn
rast er in 21 Stunden um die Sonnen.
Also: Zu heiss, zu schnell - wieder nichts mit Leben in unserem
Sinn.
An dieser Stelle erhebt sich die berechtigte Frage eines Steuerzahlers:
Wem und wozu dient das ganze?
L'art pour l'art!
Per Radioastronomie und auch erst recht nicht per Teleskop werden
wir je einen Alien orten. Also könnte man das ganze auch
gleich bleiben lassen! Oder?
Aber dann gäbe es neben den jetzt immer mehr ansteigenden
Arbeitslosenzahlen auch noch ein paar arbeitslose Astronomen,
die dann in ihrer erheblichen Freizeit traurig in den Himmel starren
würden.
Januar
/ Februar 2009
Die
Schwarzmaler